Innovative Mobilitätslösungen für Unternehmen

Arbeitgeber, die den Klimaschutz und eine nachhaltige Lebensweise ihrer Mitarbeiter unterstützen möchten, machen sich Gedanken über Mobilitätslösungen. Öffentlicher Nahverkehr statt Dienstwagen? Oder flexible Möglichkeiten? Welche Transportmittel bieten sich für die City, welche für das Land an? Und: Rechnen sich nachhaltige Mobilitätslösungen für Firmen überhaupt? Hier finden Sie die Antworten.

Innovative Mobilitätslösungen für Unternehmen

Klimaschutz und Mobilitätswende

Bis zum Jahr 2050 strebt die Bundesregierung laut Klimaschutzplan eine Neutralität der Treibhausgase an, um das Pariser Klimaabkommen zu erfüllen. Das bedeutet im Kern, dass Deutschland so schnell wie möglich CO2-neutral werden muss.

Im Bereich Mobilität soll die Verkehrs- bzw. Mobilitätswende helfen. Dazu werden Verkehr und Mobilität auf nachhaltige Energieträger umgestellt und verschiedene Formen des Individual- und des öffentlichen Personennahverkehrs vernetzt. Ziel ist, das Verkehrssystem effizienter zu gestalten, ohne die Mobilität der Nutzer einzuschränken. Doch wie kann eine solche Mobilität im Alltag konkret aussehen?

Welchen positiven Beitrag leisten Mobilitätslösungen in der Smart City?

Wie leben wir in 20 oder 30 Jahren in unseren Großstädten? Nutzen wir schon bald fliegende Autos und Taxi-Drohnen? Nachhaltige Mobilitätslösungen, eine klimafreundliche Infrastruktur, drahtlose Funknetze, smarte Endgeräte und effiziente Technologie der Transportmittel sind gefragt, doch damit bleiben wir in der Smart City wahrscheinlich am Boden.

 

Intelligente Verkehrssysteme gibt es bereits in vielen Städten, in denen der ÖPNV beispielsweise an Kreuzungen Vorfahrt dank grüner Ampeln hat. Und über die App des lokalen Verkehrsunternehmens können Nutzer schon heute den schnellsten Weg von A nach B suchen und digital ihr Ticket kaufen. Auch App-Parklösungen, die über Sensoren freie Plätze erkennen, können in Echtzeit bei der Parkplatzsuche helfen – unnötige Runden mit dem Auto entfallen.

 

In der Stadt der Zukunft werden wohl autonome Fahrzeuge, Elektroautos und -fahrräder sowie Sharing-Modelle (das Teilen von Fahrzeugen) eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Fahrzeuge zu teilen statt selbst ein Auto oder Fahrrad zu besitzen spart Ressourcen und (Park-)Platz, der sich anderweitig nutzen lässt, beispielsweise als Wohnraum oder Grünfläche.

Mobilitätslösungen für die Großstadt und ländliche Regionen

Hongkong macht vor, wie eine bezahlbare Mobilitätslösung in Zukunft aussehen kann: Fast jeder Hongkonger besitzt schon die Mobilitätskarte „Octopus“. Damit lässt sich das komplette Stadtbahn-System nutzen, von U-Bahn über Bus bis zur Fähre. Mit der Karte können die Einwohner sich aber nicht nur fortbewegen, sondern auch in Restaurants, Geschäften oder Parkhäusern bezahlen. Andere Großstädte wie Tokio, Singapur, London oder São Paulo nutzen ähnliche Mobilitätsangebote.

 

Ländliche Regionen nicht nur in Deutschland sind dagegen stark abhängig vom eigenen Pkw. Viele Pendler fahren mit dem Auto nicht nur zur Arbeit, sondern auch zum Einkaufen oder ins Wochenende. Der ÖPNV hat sich in den vergangenen Jahren aus ländlichen Regionen immer weiter zurückgezogen, Strecken wurden ausgedünnt, Buslinien eingestellt – gerade weil so viele Menschen den Pkw vorziehen. Andererseits greifen viele auf ihr Auto zurück, weil der öffentliche Nahverkehr immer weniger Strecken bedient.

 

Doch es gibt auch bezahlbare und zukunftsweisende Mobilitätstrends in ländlichen Regionen, wie das Sharing. Im Vergleich zu anderen Systemen trägt es zwar nur bedingt zum Klimaschatz bei, allerdings sind die Fahrzeuge im Carsharing durchschnittlich niedriger motorisiert als Privatautos. Schon das wirkt sich positiv auf die Verbrauchs- und Emissionswerte aus . Sharing kann einen Beitrag zu klimafreundlicherer Mobilität leisten, vor allem, wenn es sich bei den Transportmitteln um Elektrofahrzeuge handelt. Interessant sind folgende Modelle:

  • Ridepooling (On-Demand-Verkehr): gewerbliche Mischform zwischen Taxi und ÖPNV, von Kommunen oder privaten Firmen organisiert; Menschen, die in die gleiche Richtung wollen, teilen sich ein Fahrzeug, die Haltepunkte sind flexibel
  • Ridesharing: die gute alte Mitfahrgelegenheit, meist für längere Strecken und privat organisiert
  • Carsharing: gewerbliche Form, um ein Auto zu mieten; beim stationsbasierten Carsharing muss der Pkw an einer bestimmten Station abgeholt und zurückgebracht werden, beim Free Floating erfährt der Nutzer per App, wo das nächste Auto steht

Alternative Mobilitätslösung für Unternehmen

Wie können Arbeitgeber ihre Mitarbeiter bei ressourcenschonender und klimafreundlicher Mobilität unterstützen? In der Stadt wie auf dem Land ist Sharing eine praktikable Idee, für die die Grundlagen bereits geschaffen sind – sei es Car-, Bike- oder Scooter-Sharing. Wo er gut ausgebaut ist, können Mitarbeiter für die Fahrt zur Arbeit natürlich auf den ÖPNV zurückgreifen. Warum also Angestellten nicht ein Angebot machen, mit dem sie genau das Verkehrsmittels nutzen können, das in der jeweiligen Situation am besten passt?

Dafür wurde das Mobilitätsbudget erfunden: ein flexibel einsetzbares digitales Budget, das sich für den Arbeitsweg oder private Reisen auf der ganzen Welt einsetzen lässt. Ob öffentlicher Nahverkehr, Mietwagen, Carsharing, Taxi, Züge im Nah- und Fernverkehr, Flieger, Elektrofahrrad-Verleih oder Mitfahrdienst – Teilnehmer können individuell und flexibel entscheiden, welches Verkehrsmittel sie nutzen möchten. Das Budget wird vom Arbeitgeber hinterlegt, die Mitarbeiter können es einfach per App oder über eine Karte abrufen und jederzeit damit bezahlen.

Mietfahrrad

Employer Branding: nachhaltige Mobilität für die Generation Z

Die ersten Absolventen der Generation Z beenden bald ihr Studium. 40 % von ihnen planen ihren Arbeitgeber nach seinem Klimaschutzbeitrag auszuwählen, 68 % wünschen sich einen Arbeitsplatz in einem klimaneutralen Büroumfeld und fast drei Viertel (73 %) hoffen auf die Bereitstellung klimaneutraler Mobilitätsangebote.

Quelle: PMRE Monitor 2021

Rechnen sich nachhaltige Mobilitätslösungen für Ihr Unternehmen?

Nicht allein die Umwelt, sondern auch Sie als Arbeitgeber profitieren bei einem Mobilitätsbudget von einer Menge Vorteile:

Überzeugen Sie nicht nur die Generation Z: Betreiben Sie mit einem klimafreundlichen Benefit zeitgemäßes Employer Branding. Während Dienstwagen, Tankgutschein oder Fahrtkostenzuschuss nicht allen Angestellten Vorteile bieten, freut sich über das Mobilitätsbudget wirklich jeder.

Ihre Mitarbeiter haben außerdem die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und klimafreundlich zu handeln. Je nach Situation können sie ein entsprechendes Beförderungsmittel wählen, ob Fahrrad, öffentlicher Nah- oder Fernverkehr.

Das Unternehmen ermöglicht das Mobilitätsbudget, zukunftsorientiertes Management zu betreiben und CO2-Emissionen durch einen kleineren Fuhrpark zu reduzieren.

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