Zuschuss Fitnessstudio – Erfolgreiche Gesundheitsförderung für Ihre Mitarbeiter

Jeder Arbeitgeber hat gesetzlich die Möglichkeit, jährlich rund 600 Euro pro Mitarbeiter für gesundheitsfördernde Maßnahmen steuerfrei aufzuwenden. Aber welche Maßnahmen fallen hierunter? Kann die Krankenkasse die Kosten für das Fitnessstudio übernehmen und welche unterschiedlichen Möglichkeiten der Gesundheitsförderung haben Arbeitgeber? Wir haben alle Infos für Sie zusammengefasst!

Zuschuss Fitnessstudio – Erfolgreiche Gesundheitsförderung für Ihre Mitarbeiter

Kann der Arbeitgeber das Fitnessstudio für seine Mitarbeiter bezahlen?

Wenn Sie Ihre Mitarbeiter gerne steuerbegünstigt mit einem Zuschuss fürs Fitnessstudio unterstützen möchten, stehen Ihnen nach § 3 Nr. 34 EStG zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Zum einen können Sie dafür die monatliche Steuerfreigrenze von 44 Euro pro Mitarbeiter nutzen. Innerhalb dieser steuerlichen Freigrenze können Sie Ihrem Arbeitnehmer Sachleistungen ohne Steuer- und Sozialabgaben zukommen lassen. Die 44 Euro-Grenze ist dabei nicht an bestimmte Kurse oder Fitnessangebote gekoppelt. 

Sie können sogar einen Jahresvertrag beim Fitnessstudio abschließen. Damit die Fitnessstudio-Nutzung steuerfrei bleibt, ist entscheidend, dass der Anspruch des Studios monatlich entzogen bzw. gekündigt werden kann, so das Niedersächsische Finanzgericht 2018

Eine weitere Möglichkeit, Mitarbeitern einen steuerfreien Zuschuss fürs Fitnessstudio zu gewähren, ist das Angebot spezieller Kurse, die den Anforderungen des fünften Sozialgesetzbuches entsprechen. Hierunter fallen z. B. Rückenfitness, Yoga oder Pilates. Das Trainieren an den Geräten zählt jedoch nicht dazu.

Die Vor- und Nachteile der beiden Möglichkeiten auf einen Blick:

Steuerfreier Sachbezug: Fitnessstudio-Mitgliedschaft

 

  • Bis zu 44 Euro im Monat steuer- und abgabenfrei
  • Nicht an bestimmte Kurse gebunden
  • Mitarbeiter können Restbetrag zuzahlen, wenn die Grenze von 44 Euro überschritten wird

Betriebliche Gesundheitsförderung zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands

  • Bis zu 500 Euro pro Jahr steuer- und abgabenfrei
  • Auszahlung zusätzlich zum Gehalt
  • Kein Mitgliedsbeitrag im Fitnessstudio, stattdessen gezielte Maßnahmen zur Primärprävention
  • Abhängig von der Einstufung durch die Krankenkasse als förderungswürdig, in der Regel Ganzkörperkurse wie Yoga, Pilates etc. oder Rückenschulungen

Wenn Sie Fragen zur konkreten Steuerbefreiung von Förderungsmaßnahmen haben, erhalten Sie Auskunft bei Ihrem zuständigen Finanzamt.

Kann die Krankenkasse das Fitnessstudio bezahlen?

Gesetzliche Krankenkassen in Deutschland übernehmen oder bezuschussen grundsätzlich keine Mitgliedsbeiträge im Fitnessstudio. Allerdings können einzelne Gesundheitskurse bzw. Präventionskurse nach § 20a SGB V finanziell unterstützt werden. Voraussetzung ist, dass die Kurse bestimmte Qualitätsstandards erfüllen, dass beispielsweise lizenzierte Übungsleiter die Kurse geben. 

Zudem fördern viele Krankenkassen den Kursbesuch im Fitnessstudio indirekt über Bonusprogramme. Einige Krankenkassen kooperieren auch mit bestimmten Fitnessstudios oder Fitnessketten. Hier erhalten die Versicherten Rabatte oder Ermäßigungen auf den Monatsbeitrag oder ein kostenloses Probetraining. Der Nachteil: Die Versicherten müssen selbst aktiv werden, Informationen bei ihrer Krankenkasse einholen und Nachweise einreichen.

Ein attraktiver Benefit für viele Arbeitnehmer ist daher die ganze oder teilweise Übernahme der Fitnessstudio-Beiträge durch den Arbeitgeber. Hier müssen sie sich um nichts kümmern, und oft liegt das Studio in unmittelbarer Nähe des Unternehmens. Dass Mitarbeiter so unkompliziert vor der Arbeit, in der Mittagspause oder gleich im Anschluss ans Büro Kurse besuchen können – oft gemeinsam mit Kollegen –, ist ein zusätzlicher Motivationsfaktor. Und welcher Arbeitgeber hat nicht gerne eine fitte, gesunde Belegschaft?

Die Mitgliederanzahl von Fitnessstudios ist in Deutschland in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Das zeigt, dass das Thema Fitness für die Deutschen durchaus relevant ist und folglich auch bei  Arbeitnehmern eine Rolle spielt. 

Fitnessstudio Mitgliedszahlen Entwicklung

Sachbezug Fitnessstudio: Welche Möglichkeiten der Auszahlung gibt es?

Ein steuerfreier Sachbezug darf nie direkt in Euro ausbezahlt werden, sondern muss in Form einer Sachleistung gewährt werden. Der Arbeitgeber muss also gewährleisten können, dass durch den Sachbezug keine Bargeschäfte entstehen können. Dafür gibt es verschiedene Lösungsmöglichkeiten. Einige Unternehmen greifen beispielsweise auf Tankgutscheine, Gutscheinkarten, Einkaufsgutscheine oder aber auch auf das Jobticket der Verkehrsbetriebe zurück. Sie alle sind aber stark an die Partnerunternehmen gebunden. 

Beim Zuschuss zum Fitnessstudio ist die Auswahl an Studios leider oft schon sehr gering. Mehr Flexibilität bietet eine unabhängige Lösung, wie die SpenditCard, auf welche die 44 Euro Sachbezugsleistung direkt überwiesen werden können. 

Machen Sie Ihre Mitarbeiter fit!

Eine Übersichtsarbeit von Dr. Steven Aldana zeigt, dass Gesundheitsförderungsprogramme helfen, Fehlzeiten um bis zu 36 Prozent zu reduzieren

Quelle: Aldana, Steven: Financial impact of health promotion programs: a comprehensive review of the literature, in American Journal of Health Promotion 5 (2001), S. 296 -320

Gesundheitsförderung durch den Arbeitgeber kann so einfach sein mit der SpenditCard

Wir von SPENDIT bieten mit der SpenditCard in Deutschland die Möglichkeit, mit einem zeitgemäßen und modernen System maximal flexibel steuerfreie Sachleistungen an Mitarbeiter auszugeben. Dafür nutzen wir eine Prepaid Kreditkarte, auf welche Arbeitgeber über ein praktisches Online-Tool selbständig Beträge buchen. Der Mitarbeiter kann dann bspw. sein Abo im Fitnessstudio ganz einfach mit der SpenditCard bezahlen.

SpenditCard 44-Euro-Freigrenze

Zuschuss Fitnessstudio – nicht nur von der Krankenkasse, sondern auch vom Arbeitgeber

Gesetzliche Krankenkassen in Deutschland übernehmen keine Mitgliedsbeiträge fürs Fitnessstudio, bieten aber Bonusprogramme, bezuschussen Präventionskurse und kooperieren zum Teil mit ausgesuchten Fitnessstudios. Diese müssen allerdings beantragt oder Nachweise eingereicht werden. Ohne Aufwand für den Mitarbeiter können Arbeitgeber ihre Angestellten auf zwei Wegen bei Sport, Bewegung und Prävention unterstützen: mit der monatlichen Steuerfreigrenze von 44 Euro oder im Zuge der betriebliche Gesundheitsförderung mit bis zu 600 Euro jährlich. Eine zeitgemäße Möglichkeit, Angestellten diesen Benefit zukommen zu lassen, bietet die SpenditCard. 

Zudem haben Arbeitgeber die Möglichkeit, ihren Mitarbeitern eine Erholungsbeihilfe zu gewähren. Alle Infos zur Erholungsbeihilfe, was bei der Auszahlung genau beachtet werden muss, wie hoch die steuerfreien Förderungsbeträge sind und wo der Unterschied zum Urlaubsgeld liegt, haben wir im Artikel „Erholungsbeihilfe für Arbeitnehmer 2020“ zusammengefasst.

Weiterführende Informationen

Wussten Sie, dass die Förderung der Gesundheit Ihrer Mitarbeiter auch deren Resilienz stärkt? Erfahren Sie mehr dazu in unserem Beitrag: Was ist Resilienz?

Gebündelte Informationen zur Mitarbeiterbindung dank steuerfreiem Sachbezug/44 Euro-Freigrenze finden Sie in unserem Beitrag: Motivation vom Feinsten – der steuerfreie Sachbezug und die 44 Euro Freigrenze

Sie suchen nach weiteren Präventionsmöglichkeiten für Ihre Mitarbeiter, die vom Gesetzgeber unterstützt werden? Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen hat einen ausführlichen Leitfaden Prävention erstellt. 

Bitte beachten Sie, dass wir keine Steuer- oder Rechtsberatung erbringen dürfen und mit dieser Information keine Steuer- oder Rechtsberatung erbracht wird. Es handelt sich lediglich um allgemeine Informationen zu den von uns angebotenen Produkten, die auf den jeweiligen Sachverhalt Ihres Unternehmens im Einzelfall anzupassen und aus steuer- und rechtlicher Sicht zu würdigen sind. Bitte holen Sie eine auf Ihre Umstände zugeschnittene Beratung Ihres Steuer- bzw. Rechtsberaters ein, bevor Sie Entscheidungen, über die sich in Zusammenhang mit unseren Produkten ergebenden Themen, treffen. Es kann keine Haftung übernommen werden.

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