Der Texter haut schon morgens laut in die Tasten, die neue Praktikantin sorgt ständig für aufgerissene Fenster und die Heizung ist nur etwas aufgedreht, obwohl draußen kühle Temperaturen herrschen. Herzlich willkommen im Großraumbüro – oder in der Alltagshölle. Mit diesen 7 Tipps funktioniert das Zusammenarbeiten trotzdem reibungslos. 

Grenzenlose Büros haben einen schlechten Ruf, keine Frage. Besonders unangenehm ist die fehlende Privatsphäre. Studien haben ergeben, dass die Arbeit in den grenzenlosen Workspaces anstrengender ist, Mitarbeiter stresst und die Produktivität des Teams senkt. Die Krankheitsquote steigt mit zunehmender Anzahl der Angestellten, die sich einen Raum teilen müssen. Anders ausgedrückt –  die Arbeitszufriedenheit sinkt. Viele Betriebe haben aber kaum Möglichkeiten Einzelbüros einzurichten. Insbesondere Start Ups wachsen so schnell, dass es schier unmöglich ist, die Büroplanung vernünftig anzugehen

Es gibt aber auch viele Vorteile im Open-Space-Büro 

Sind Großraumbüros tatsächlich so verpönt wie es scheint? Die Antwort könnte „ja“ lauten, dennoch gibt es auch viele positive Aspekte. Durch die offene Raumaufteilung sind kurze Wege und eine direkte Face-to-face-Kommunikation möglich. Außerdem hat jedes Teammitglied im Blick, welche Projekte von wem bearbeitet werden. In offenen Gesprächen können neue Ideen entwickelt und Aufgaben vorangetrieben werden. Und das Beste – Mitarbeiter können voneinander lernen. Schnell beim Kollegen über die Schulter geschaut und schon weiß man, wie der knifflige Befehl in Excel funktioniert. Läuft doch.

Doch das Zusammenleben im Open-Space-Büro fordert jeden Tag etwas Geduld, gute Nerven und vor allem Rücksicht. Hierfür bedarf es an Regeln, die das harmonische Miteinander im Büro fördern. Mit diesen praktischen Tipps funktioniert das Zusammenarbeiten ohne Probleme:

  • Das Smartphone hat eine „Lautlosfunktion“: Es ist einfach sehr störend, wenn Handys ständig klingeln oder vibrieren.
  • Stimme am Telefon senken: Eine etwas gedämpfte Stimme lässt sich leichter ausblenden als ein hoher und lauter Ton. Wer öfter telefonieren muss, sollte darauf achten, dass man nicht neben jemanden sitzt, der viel textet.
  • Bitte lüften: Wer kennt den berühmten Pumakäfig nicht? Deshalb ist mehrmaliges Lüften am besten statt die Fenster dauerhaft geöffnet zu lassen – insbesondere in den kühleren Monaten. Wem es zu kalt ist kann in der Zeit einfach den Raum verlassen.
  • Höfliche Gesten: Die Tasse des Tischnachbarn ist leer und man befindet sich eh auf dem Weg in die Küche? Bieten Sie doch an, einen Kaffee mitzubringen. Kleine Nettigkeiten fördern die Atmosphäre im Team.
  • Essen am Arbeitsplatz: Das sollte eigentlich kein großes Problem sein, es sei denn man belästigt die Kollegen mit dem Duft von Döner, Fisch oder einem Knoblauchbaguette. Solche geruchsbelästigende Mahlzeiten gehören ausschließlich in die Küche.
  • Privates Telefonieren kurz halten: Dauert das Gespräch etwas länger verlassen Sie Ihren Schreibtisch. Und nein, Liebesbekundungen an den Partner gehören nicht an den Arbeitsplatz.
  • Flurfunk tut niemandem gut: Tratsch und Lästereien kommen auf engem Raum schneller ans Licht. Halten Sie sich am besten aus solchen Diskussionen raus. Besser noch: Solche Gespräche sollten gar nicht erst aufkommen.

Und noch ein gut gemeinter Tipp für die Gemeinschaftsküche, schließlich wird diese ja auch von allen Kollegen geteilt. Halten Sie Sauberkeit und Ordnung. Hinterlassen Sie die Gemeinschaftsküche so, wie Sie sie gerne selber vorfinden möchten. Happy working!

 

 

 

 

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