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AI in HR – Wie Künstliche Intelligenz die Personalauswahl verändert

von | Feb 5, 2024 | Arbeitswelt im Wandel

Expert:innen sind sich einig, dass der Einsatz künstlicher Intelligenz im Personalwesen kein vorübergehender Trend ist, sondern HR von morgen stark beeinflussen wird. Es ist für Personalverantwortliche daher entscheidend, sich mit HR AI-Tools auseinanderzusetzen und AI ins HR Recruitment einzubeziehen. Lesen Sie hier das Wichtigste rund um den Einsatz von KI in der Personalauswahl, Personalbeschaffung und -führung.

Was ist AI in Human Resources?

Künstliche Intelligenz im HR-Bereich, kurz KI (im Englischen AI für Artificial Intelligence in Human Resources) meint den Einsatz von Algorithmen und Maschinellem Lernen (bzw. Machine Learning) im Personalwesen.

 

Technologien wie Software oder Chatbots können Tätigkeitsfelder und Aufgaben übernehmen, die zuvor menschliche Intelligenz erfordert haben. Logisches Denken, Lernen, Problemlösungen und Kommunikation mit Mitarbeitenden oder Bewerber:innen gehören dazu.

Wie kann Künstliche Intelligenz die HR-Arbeit verbessern?

Im Arbeitsumfeld der Personalarbeit und im Personalmanagement kann künstliche Intelligenz Personalverantwortliche in vielerlei Hinsicht unterstützen und Abläufe vereinfachen.

 

Automatisierung durch KI-Tools und -Software hilft dabei, Entscheidungen über die Einstellungen, Entwicklung und Bindung von Mitarbeitenden datenbasiert zu treffen. Zudem kann KI Aufgaben wie die Lohn- und Gehaltsabrechnung, die Verwaltung von Sozialleistungen, das Erstellung von Verträgen, Stellenbeschreibungen, Interviewfragen und vieles mehr übernehmen.

 

Der Einsatz von AI in HR reicht von der Automatisierung von Routineaufgaben bis hin zur Bereitstellung von datenreichen Erkenntnissen für eine objektivere Entscheidungsfindung. In der frei gewordenen Zeit können Personalverantwortliche beispielsweise strategische Herausforderungen in Angriff nehmen oder Zusammenarbeit, Kommunikation und Services verbessern.

 

Die IBM-Studie „The Business Case for AI in HR“ nennt fünf triftige Gründe, weshalb Unternehmen bzw. HR-Abteilungen KI-getriebene Software und Bots implementieren:

 

  • um unternehmerische Herausforderungen bestmöglich zu bewältigen,
  • um auf einer faktenbasierten Grundlage Entscheidungen treffen zu können,
  • um neue Kompetenzen zu entwickeln,
  • um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern,
  • um das HR-Budget effizient nutzen zu können.

 

Vor- und Nachteile von KI im Recruiting: Neben den gerade beschriebenen Lösungen und Erleichterungen birgt AI in HR auch einige Herausforderungen. Mehr über die Benefits of AI in HR, aber auch über die Challenges of AI in HR lesen Sie in unserem Beitrag „AI im Recruiting: So hilft Künstliche Intelligenz, passendes Personal zu finden“. Machen Sie sich hier auch mit AI in HR-Beispielen bzw. AI Use Cases in HR vertraut.

Künstliche Intelligenz lässt sich in HR für folgende Themen einsetzen: Planung des Mitarbeiterbedarfs, Personalfindung und Rekrutierung, Onboarding und Offboarding, Leistungsbeurteilung, Messung des Mitarbeiterengagement, Talententwicklung, Entlastung der Personalabteilung, Vorsicht bei Mitarbeiterüberwachung

8 Möglichkeiten, wie Sie AI in HR einsetzen können

Die Automatisierung von Prozessen kann die Arbeit im Personalwesen auf verschiedene Art unterstützen:

 

1. Planung des Mitarbeiterbedarfs

KI kann große Datenmengen analysieren, Schlüsse ziehen und HR adäquate Vorschläge unterbreiten. Anhand von Branchentrends, Wachstumsplänen, geplanten Austritten oder bestimmten Qualifikationen von Mitarbeitenden sind KI-Tools in der Lage, Voraussagen zu treffen, welche Positionen in den kommenden Monaten oder Jahren neu besetzt werden müssen. Personaler:innen können auf dieser Grundlage strategisch planen, Schulungen anberaumen, Personal rekrutieren und die richtigen Talente ins Boot holen.

 

 

2. Personalfindung und Rekrutierung

Von der Stellenausschreibung bis zur Analyse von Bewerbungen kann KI manuelle Aufgaben für HR deutlich erleichtern und effizienter gestalten. Algorithmen können Lebensläufe, Tätigkeitsprofile und Kompetenzen offenen Stellen zuordnen, Bewerbungen sichten, die am besten qualifizierten Bewerber:innen ermitteln und Personalverantwortlichen alle Informationen zur Auswahl bereitstellen. Im Bewertungsprozess kann KI in Videointerviews oder bei der Persönlichkeitsbewertung eingesetzt werden. Recruiter:innen sparen so nicht nur jede Menge Zeit, sondern können auch sicher sein, dass sie rasch zu einer passenden Auswahl kommen.

 

 

3. Onboarding und Offboarding

Im Onboarding kann KI sowohl HR als auch neue Mitarbeitende unterstützen. Für das Personalwesen erledigt KI administrative Aufgaben wie die Überprüfung von Mitarbeiterdokumenten oder das Bereitstellen von Ausweisen, Zugängen und Software. Für neue Angestellte übernehmen Chatbots das Onboarding, beantworten Fragen, geben Informationen und helfen durch die ersten Tage. Dazu kann bspw. eine Plattform zur Verfügung gestellt werden, auf der sich alle Formulare, Richtlinien und Schulungsunterlagen finden.

 

Verlässt ein:e Mitarbeiter:in das Unternehmen, kann die KI eine Befragung zum Austritt bereitstellen. Tools können sich außerdem um die Rückgabe von Firmeneigentum kümmern.

 

 

4. Leistungsbeurteilung

Mit KI-gestützten Systemen lassen sich die Leistungsdaten von Arbeitnehmenden über Monate hinweg verfolgen und analysieren. Dazu gehören Feedback von Teamkollegen, abgeschlossene Projekte, Beteiligung an bestimmten Aufgaben oder Engagement im Betriebsrat. HR und Vorgesetzte können sich zum Jahresgespräch einen Bericht erstellen lassen, der Stärken und Schwächen, Fortschritte und Potenziale benennt. Mehr zum Jahresgespräch erfahren Sie in unserem Beitrag „Jahresgespräch vorbereiten und konstruktiv führen“.

 

KI ist zudem fähig, die Leistungen unterschiedlicher Mitarbeitender miteinander zu vergleichen – dieser Ansatz nennt sich Stack-Ranking. Die Software analysiert dazu alle Leistungen und gibt Hinweise zu passenden Schulungen oder Weiterbildungsmaßnahmen.

KI in HR: Was müssen Personaler in Bezug auf Datenschutz beachten?

Big Data und neue Techniken der Datenverarbeitung müssen den Schutz der Privatsphäre von Mitarbeitenden sicherstellen. Das fordert die Europäische Datenschutz-Grundverordnung. Innenministerin Nancy Faeser und Arbeitsminister Hubertus Heil wollen die Überwachung, Kontrolle und Auswahl von Beschäftigten durch KI zudem stärker reglementieren. Bis zum Herbst 2023 planen die Ministerien einen ersten Gesetzesentwurf dazu vorzulegen.

5. Messung des Mitarbeiterengagements

KI-gestützte Tools können die Motivation und Zufriedenheit von Angestellten messen, indem sie internes Feedback und Umfragen auswerten. Ob Kommentare, automatisierte Umfragen oder anonymes Feedback: Das KI-Tool analysiert die Daten, erkennt problematische Bereiche und fasst die Erkenntnisse für Personalverantwortliche zusammen.

 

 

6. Talententwicklung

Auch im Bereich Fort- und Weiterbildung ist AI in der Lage, den HR-Bereich zu unterstützen. Eine KI-basierte Plattform kann die Erfahrungen, Kompetenzen und Wünsche von Mitarbeitenden analysieren und personalisierte Schulungen, Webinare, Workshops oder Weiterbildungen empfehlen.

 

 

7. Entlastung der Personalabteilung

KI-Chatbots sind erste Anlaufstelle für Informationen und allgemeine Fragen von Arbeitnehmenden. Ob Attest im Krankheitsfall, Urlaubsanspruch, Fortbildung, Betriebsausflug oder Zusatzleistungen – wenn sich Anfragen bereits virtuell beantworten lassen, bleibt HR mehr Zeit für andere Aufgaben.

 

 

8. Vorsicht bei Mitarbeiterüberwachung

KI-Software lässt sich auch einsetzen, um die Produktivität von Angestellten zu messen – beispielsweise, indem Online-Bewegungen überwacht werden. Gibt es Verstöße und Unregelmäßigkeiten, gibt das System eine Warnung aus. Um Verstöße gegen arbeitsvertragliche Pflichten festzustellen oder Leistungsverhalten zu beurteilen, ist es Unternehmen erlaubt, Mitarbeitende zu überwachen. Dabei müssen sie sich aber immer an die Datenschutzgesetze, Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats und individuelle Rechte der Angestellten halten.

 

Mehr dazu erfahren Sie hier.

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Fazit

Die Implementierung von AI in HR kann für Personaler:innen den Arbeitsalltag enorm erleichtern. Analysen und Prognosen auf Basis von maschinellem Lernen können bei der Entscheidungsfindung helfen, Routineaufgaben werden zunehmend von KI erledigt.

 

ML-getriebene Anwendungen können die Kompetenz, Erfahrung und das Urteilsvermögen von Personalverantwortlichen aber nicht ersetzen. Für Unternehmen ist es daher entscheidend, die Balance zwischen Mensch und Maschine zu finden und KI-Technologie an den richtigen Stellen zur Arbeitserleichterung einzubinden.

Ruth Wiebusch

Ruth Wiebusch

Freiberufliche Texterin

Ruth erstellt seit fünf Jahren Blogbeiträge für das Spendit Magazin. Sie ist Expertin auf den Gebieten Mitarbeitermotivation, steuerfreie Sachbezüge und New Work. Neben Inhalten für Online-Magazine kreiert sie PR-Texte, Marketingmaterialien und Content für Webseiten. Ihre Softskills: viel Erfahrung, Empathie, Neugier und Lust auf Abwechslung. 

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