Erholungsbeihilfe für Arbeitnehmer 2020 – eine Win-Win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Steuern sparen und dabei für erholte Mitarbeiter sorgen: Das geht mit der Erholungsbeihilfe für Arbeitnehmer. Doch was ist Erholungsbeihilfe eigentlich? Was unterscheidet die Erholungsbeihilfe vom Urlaubsgeld, unter welchen Voraussetzungen kann man sie in Anspruch nehmen und wann ist sie wirklich steuerfrei?

Erholungsbeihilfe für Arbeitnehmer 2020 – eine Win-Win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Erholungsbeihilfe - Was ist das?

Bei der Erholungsbeihilfe für Arbeitnehmer, auch bekannt als Erholungsgeld, handelt es sich um eine freiwillige finanzielle Zuwendung, die ein Mitarbeiter von seinem Arbeitgeber erhalten kann. Die Höhe und Häufigkeit der Auszahlung der Leistung ist gesetzlich vorgeschrieben und wird im Folgenden erläutert. Arbeitgeber haben durch die Erholungsbeihilfe die Möglichkeit ihren Mitarbeitern eine besondere Form der Wertschätzung entgegenzubringen.

Welche Mitarbeiter bekommen Erholungsbeihilfe?

Jeder Mitarbeiter hat grundsätzlich Anspruch auf Erholungsbeihilfe, ob Festangestellter, Teilzeitmitarbeiter, Werkstudent oder Minijobber.

Die Erholungsbeihilfe stellt eine Bezuschussung zu den Erholungskosten der Arbeitnehmer dar. Sie kann nicht nur Mitarbeitern, sondern auch deren Ehepartnern und Kindern gewährt werden. Die Erholungsbeihilfe wird dabei entweder bar ausbezahlt oder kann in Form eines Sachbezugs (beispielsweise in Form eines gebuchten Hotelaufenthalts) einem Mitarbeiter zugutekommen.

Erholungsbeihilfe – Was zählt dazu?

Wird die Erholungsbeihilfe in Form eines Sachbezugs gewährleistet, kann der Arbeitnehmer sie zum Beispiel für Folgendes erhalten:

  • Reisen aller Art (Flüge, Bahnfahrten, Pauschalreisen, Kreuzfahrten)
  • Eine Kur
  • Kurze Ausflüge
  • Wellnessbehandlungen
  • Hotelaufenthalte
  • Autogenes Training, Massagen, Yoga etc.
  • Wellnesswochenenden
  • Eintritt für Freizeitparks, Schwimmbäder, Saunaparks oder den Zoo
  • Alle Tätigkeiten, die im weitesten Sinne der Erholung des Arbeitsnehmers dienen

Wie wird die Erholungsbeihilfe versteuert?

Meist entscheiden sich Unternehmer für eine Barbezuschussung. Dann handelt es sich um steuerpflichtigen Arbeitslohn. Diese pauschale Besteuerung von 25 Prozent fällt allerdings auf Seiten des Arbeitgebers an und muss nicht vom Arbeitnehmer versteuert werden. Der Arbeitnehmer muss auch keine Sozialversicherung auf Erholungsbeihilfe zahlen.
Es kommt zu einer „brutto für netto“-Auszahlung für den Mitarbeiter, solange die Erholungsbeihilfe nicht einen bestimmten Betrag pro Jahr übersteigt.

Erholungsbeihilfe steuerfrei – Voraussetzungen und Regelungen

Um die Erholungsbeihilfe steuerfrei auszubezahlen, muss vor allem folgende Voraussetzung erfüllt werden:

Die Höchstgrenzen von 156 Euro für den Arbeitnehmer, 104 Euro für dessen Ehegatten und 52 Euro je Kind pro Jahr dürfen nicht überschritten werden. Bei den genannten Grenzwerten handelt es sich um Freigrenzen. Werden diese Maximalbeträge also überschritten, entfällt die gesamte Pauschalierung und die Urlaubsbeihilfen werden zur Gänze mit Lohnnebenkosten belastet.

Die Erholungsbeihilfe darf nur einmal pro Jahr in Anspruch genommen werden.

Das Geld der Erholungsbeihilfe darf nur für den Zweck der Erholung ausgegeben werden und der Arbeitgeber muss darüber Nachweise, zum Beispiel in Form von Quittungen einfordern. Die Belege dürfen dabei keinen geringeren Betrag ausweisen, als die tatsächlich ausgezahlte Beihilfe.

Außerdem ist es nicht möglich, Freigrenzen von einem auf den nächsten Mitarbeiter zu übertragen.

Eine weitere wichtige Voraussetzung dafür, die Erholungsbeihilfe steuerfrei auszubezahlen, ist der zeitliche Bezug zur Erholungsphase. Aus diesem Grund darf die Bezuschussung nur innerhalb von drei Monaten vor oder nach Antritt des Urlaubs bezahlt werden. Wie lange ein Urlaub insgesamt dauert, ist damit irrelevant für die Erholungsbeihilfe.

Erholungsbeihilfe steuerfrei – Ein Rechenbeispiel

Ein verheirateter Arbeitnehmer mit zwei Kindern würde folglich von 364 Euro mehr Netto pro Jahr durch die Erholungsbeihilfe profitieren:

Erholungsbeihilfe Rechenbeispiel Familie

Erholungsbeihilfe steuerfrei – Die gesetzlichen Voraussetzungen im Überblick :

 

Dürfen Erholungsbeihilfe und Urlaubsgeld gemeinsam gezahlt werden?

Sowohl steuerfreies Urlaubsgeld als auch Erholungsbeihilfe sind freiwillige Leistungen des Arbeitgebers. Sie sind unabhängig voneinander zu betrachten. Das heißt, dass sich beide Zuwendungen ergänzen lassen und sich nicht ausschließen.

Der Unterschied ist, dass der Arbeitnehmer mit dem Urlaubsgeld tun kann, was er möchte. Die Erholungsbeihilfe hingegen ist zweckgebunden. Sie darf nur für Dinge ausgegeben werden, die tatsächlich der Erholung und Regeneration des Mitarbeiters dienen.

Auch das Finanzamt sieht große Unterschiede zwischen diesen beiden Arbeitgeberzuwendungen:

Bei der Erholungsbeihilfe greift die pauschale Versteuerung: So kommt der Betrag ohne Abzüge beim Arbeitnehmer an.  Beim Urlaubsgeld werden Lohnsteuer und Sozialversicherung auf den Betrag fällig, d.h. beim Arbeitnehmer kommt am Ende weniger an.

Mit der Spenditcard Erholungsbeihilfe auszahlen

Mit der SpenditCard und dem Modul Relax hat die SPENDIT AG ein spezielles Bonusprogramm entwickelt, dass es Arbeitgebern sehr simpel und modern ermöglicht, die Erholungsbeihilfe für ihre Arbeitnehmer steuerfrei auszubezahlen.

Die SpenditCard bietet den zusätzlichen Vorteil, dass keine Höchstgrenzen übersehen werden, da die Admins im Onlineportal gewarnt werden. Somit sind Arbeitgeber auf der sicheren Seite, dass Freigrenzen nicht überschritten werden.

Erholungsbeihilfe mit der SpenditCard

Fazit: Steuerfreie Arbeitgeberleistung in Form der Erholungsbeihilfe kann Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen

Wenn Arbeitgeber die Lohnnebenkosten für ihr Unternehmen und ihre Mitarbeiter senken möchten, zählt die steuerfreie Erholungsbeihilfe zu den Mitarbeiterzufriedenheits-Faktoren mit Vorteilen für beide Seiten. Neben dem Zuschuss zu den Erholungskosten, kann der Arbeitgeber auch Zuschuss zum Fitnessstudio gewähren, um so einen Beitrag zur Gesundheit der Mitarbeiter zu leisten.

*Bitte beachten Sie, dass wir keine Steuer- oder Rechtsberatung erbringen dürfen und mit dieser Information keine Steuer- oder Rechtsberatung erbracht wird. Es handelt sich lediglich um allgemeine Informationen zu den von uns angebotenen Produkten, die auf den jeweiligen Sachverhalt Ihres Unternehmens im Einzelfall anzupassen und aus steuer- und rechtlicher Sicht zu würdigen sind. Bitte holen Sie eine auf Ihre Umstände zugeschnittene Beratung Ihres Steuer- bzw. Rechtsberaters ein, bevor Sie Entscheidungen, über die sich in Zusammenhang mit unseren Produkten ergebenden Themen, treffen. Es kann keine Haftung übernommen werden.
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