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Diese 3 Tipps zur Gehaltsverhandlung nach der Probezeit sollten Sie kennen

von | Dez 18, 2019 | Steuerfreie Sachbezüge

Im Übernahmegespräch zum Probezeitende geht es auch um Einstiegsgehalt und Gehaltsverhandlung. Gute Vorbereitung und Verhandlungsgeschick sind wichtig, um zum Wunschgehalt zu gelangen und nicht nachverhandeln zu müssen. Wie Sie eine Gehaltsverhandlung richtig angehen und führen, wie Sie in der Gehaltsverhandlung Argumente parat  haben und im Übernahmegespräch Gehalt erfolgreich sind – die besten Übernahmegespräch-Tipps finden Sie hier.

Gehaltsverhandlung führen als Arbeitnehmer

Wer übernommen werden und mehr Geld verdienen möchte, muss in der Gehaltsverhandlung nach Probezeit mit harten Fakten punkten. Die besten Gehaltsverhandlung Tipps sind: sich gut vorbereiten und nachvollziehbar argumentieren.

Dazu sollte man im Vorfeld am besten schriftlich festhalten: Wie sieht die eigene Leistung fürs Unternehmen aus, was habe ich in den vergangenen Monaten geschafft, was möchte ich zukünftig auf den Weg bringen, was macht gerade mich absolut unentbehrlich für die Firma?

Das Übernahmegespräch ähnelt durchaus einem Vorstellungsgespräch. Mit folgenden Fragen ist zu rechnen:

Leitfaden Gehaltsverhandlung nach Probezeit

Fragestellung: Um welche konkreten Aufgaben ging es in der Probezeit? Welche Leistungen hat der Angestellte für das Unternehmen erbracht, welchen Nutzen geboten?

To Do: Im Vorfeld schriftlich fixieren: konkrete Projekte, die man erfolgreich gemanagt hat; Prozesse, die man optimieren konnte; Kosten, die man einsparen geholfen hat; Kunden, die gewonnen werden konnten; Weiterbildung. Im Mittelpunkt stehen hier nachvollziehbare Ergebnisse.

Fragestellung: Wie könnten zukünftigen Aufgaben aussehen? Was bedeutet die neue Position konkret?

To Do: Im Vorfeld informieren, was die neue Position für Aufgaben beinhaltet. Am besten jemanden aus dem Unternehmen befragen, der genau diese Position innehat. Ansonsten helfen berufliche Netzwerke wie XING oder LinkedIn bzw. Google weiter. Ggf. auch eigene Projektideen mitbringen.

Fragestellung: Welche möglichen Schwächen und Stärken des Arbeitnehmers sind aufgetaucht?

To Do: Stärken anhand von Leistungen verdeutlichen, beispielsweise: „Dank meiner vorausschauenden Planung und zeitnahen Kommunikation mit dem Kunden konnten wir Projekt XY reibungslos/vor der Zeit abschließen.“

Wenn es bei einem Projekt gehakt hat, ruhig benennen und Feedback entspannt annehmen – dabei eine Lösung parat haben, um klarzumachen, dass das künftig nicht mehr vorkommen wird.

All diese Punkte sollten schriftlich festgehalten werden, entweder in einer Vereinbarung oder einem neuen Vertrag. Vor allem, wenn es um eine Gehaltsanpassung geht.

Gehaltsverhandlung nach Probezeit: Tipps und Argumente fürs Wunschgehalt

Gehaltsverhandlung Tipp 1: Die Dos der Gehaltverhandlung

Auch wenn Sie noch so geschickt argumentieren und rhetorisch brillieren: Letztlich geht es um die eigene Leistung, wenn das Unternehmen mehr Geld zahlen soll. Es kommt also darauf an zu zeigen, dass man die Gehaltserhöhung wirklich verdient und das Unternehmen durch den Deal profitiert. Die beiden Grundfragen, auf die Ihr Chef eine Antwort hören möchte, lauten daher:

  • Welchen Nutzen bringen Sie der Abteilung oder dem Unternehmen dafür, dass man Ihnen mehr Geld ausbezahlen soll?
  • Welche Erfolge können Sie für Ihre Firma erreichen?

Ihre schriftlich fixierten Projekte, über die wir oben gesprochen haben, können die Grundlage dieser Argumentation bilden. 

Gehaltsverhandlung Tipp 2: Die Dont’s der Gehaltsverhandlung

Bleiben Sie grundsätzlich sachlich. Emotionen haben in Verhandlungen um das Gehalt nichts verloren.

  • Verhandeln Sie nur in ruhiger Atmosphäre mit genügend Zeit.
  • Gehen Sie mit einer konkreten Vorstellung in die Gehaltsverhandlung, Höhe bzw. Boni sollten Ihnen klar sein. Wieviel Geld wollen Sie, und warum?
  • Persönliche Gründe sind tabu. Nicht das neue Haus oder der gerade geborene Nachwuchs zählen, sondern die eigene Leistung.
  • Bitte keine Vergleiche mit Kollegen – auch nicht mit denen, die dieselbe Position innehaben. Es geht um die eigenen Erfolge.
  • Nicht das erstbeste Angebot des Chefs annehmen. Sie haben die Gehaltsverhandlung-Argumente ja gesammelt, jetzt geht es ums Verhandeln.
  • Erpressung? Besser nicht. Wer droht, sich bei zu wenig Gehalt am Markt umzuschauen, muss das womöglich schon bald tun.
  • Am besten kein hartes Nein formulieren. Verhandeln bedeutet, kompromissbereit zu sein. Bietet der Chef weniger Geld als erhofft, können eventuell Benefits die Lücke schließen, siehe weiter unten.

Gehaltsverhandlung Tipp 3: Angemessen fordern

Viele Arbeitnehmer fragen sich beim Thema Gehaltsverhandlung: Wie viel kann man verlangen? Wer in einem Unternehmen arbeitet, in dem die Gehälter transparent sind, kennt die Bandbreite. Je nach persönlicher Leistung, Berufserfahrung und Komplexität der Aufgaben verdient der eine mehr, der andere weniger. Aber auch die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und die Konjunktur der gesamten Branche spielen eine Rolle. Das sind die Eckpfeiler, an denen sich Gehaltsvorstellungen orientieren können und sollten.

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Ruth Wiebusch

Ruth Wiebusch

Content Writer "Mitarbeiter-Benefits"

Ruth erstellt seit vielen Jahren Blogbeiträge für das SPENDIT Magazin. Sie ist Expertin auf den Gebieten Mitarbeitermotivation, steuerfreie Sachbezüge und New Work. Neben Inhalten für Online-Magazine kreiert sie PR-Texte, Marketingmaterialien und Content für Webseiten. Ihre Softskills: viel Erfahrung, Struktur, Empathie und Neugier.

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