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Was Sie zum Deutschlandticket wissen müssen

von | Sep 6, 2023 | Mobilität

Der Start des Deutschlandtickets zum 1. Mai 2023 wurde durch die Verkehrsminister und Verkehrsministerinnen der Länder bestätigt. Der Verkauf startet einen Monat zuvor am 3. April. Das bundesweit gültige Monatsticket für den Nahverkehr soll den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel fördern und Preissteigerungen ausgleichen. Es ist der Nachfolger des 9-Euro-Tickets.

Lohnt sich das 49-Euro-Ticket?

Wie stark Fahrgäste von dem neuen Ticket profitieren, hängt von der individuellen ÖPNV-Nutzung sowie den bisherigen Ticketangeboten der jeweiligen Region ab. Allerdings liegen bisherige Abo-Preise in Ballungsräumen meist deutlich über 49 Eur. In ländlichen Regionen erreichen sie oft sogar einen dreistelligen Bereich. Das neue Deutschlandticket ist zwar deutlich teurer als neun Euro pro Monat. Dennoch dürfte es sich für viele Verbraucher:innen lohnen. Wer ein Jahresabo für Bus und Bahn im Stadtgebiet von Hannover hat, zahlt beispielsweise 59,80 Euro monatlich. Wer dafür künftig das 49-Euro-Ticket nutzen kann, würde jährlich rund 130 Euro sparen. Ein Abo für die Tarifzonen A, B und C kostet monatlich 97,80 Euro. Das neue Ticket würde 585 Euro jährlich einsparen. Besonders stark profitieren also Pendler:innen im Umland großer Städte sowie Menschen, die viel an unterschiedlichen Orten unterwegs sind. Weniger attraktiv ist das für Ticket 49 Euro pro Monat für ÖPNV-Nutzer:innen, die bereits von vergünstigten Angeboten wie Sozialtickets profitieren. Auch wer häufig Sonderregelungen wie Mitfahrangebote nutzt, sich ein Ticket teilt oder einen Wohnort mit schlechter Verkehrsanbindung hat, wird weniger vom Deutschlandticket haben. Allerdings wird sich das Ticket auch bei gelegentlichen, weiteren Fahrten im ländlichen Raum lohnen. Durch die monatliche Kündbarkeit ist es für Ausflüge oder Kurzurlaube interessant.

Wo gilt das Deutschlandticket?

Das 49-Euro-Ticket soll in allen öffentlichen Nahverkehrsmitteln in Deutschland gelten. Dazu zählen Bahn- und Regionalverkehr, Busse, Straßenbahnen, U- und S-Bahnen. Damit ist es eine echte Alternative zum Jobticket. Mit einem beim Hamburger Verkehrsverbund gekauften Ticket dürfen nicht nur die Hamburger Hafenfähren genutzt werden. Auch Regionalbahnen in Bayern oder die U-Bahn in Berlin stehen zur Verfügung. Nicht eingeschlossen sind Fähren zu den schleswig-holsteinischen Nordsee-Inseln. Fernbusse und Fernzüge – wie ICE, EC und IC der Deutschen Bahn oder anderer Anbieter – können mit dem Deutschlandticket ebenfalls nicht genutzt werden.

Gibt es Zusatzangebote?

Eine Verknüpfung mit verbilligten Jobtickets ist geplant. Zudem wird regional diskutiert, ergänzend oder alternativ zum 49-Euro-Ticket Vergünstigungen für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Sozialleistungsempfänger anzubieten. Auch zusätzliche Angebote wie Fahrrad-Monatskarten werden erwogen. Sonderregeln für Familien werden gefordert. Bisher ist geplant, dass jedes Familienmitglied ab sechs Jahren ein eigenes Ticket erwerben muss. Das unterscheidet sind von vielen bestehenden Ticketangeboten, bei denen Kinder bis etwa 14 Jahren kostenlos mitgenommen werden dürfen.

Können Studierende mit Semesterticket das Deutschlandticket nutzen?

Wenn das 49-Euro-Ticket zum 1. Mai kommt, sollen Studierende bundesweit davon profitieren. Darauf haben sich die Verkehrsminister der Länder geeinigt. Demnach müssten Studierende übergangsweise die Differenz zwischen ihrem Semesterticket und dem 49-Euro-Ticket zahlen, um den Nahverkehr bundesweit nutzen zu können. Ein dauerhaftes bundesweites Modell soll schnellstmöglich folgen und wird derzeit erarbeitet.

Gibt es Mitnahmeregeln für andere Menschen, Fahrräder oder Hunde

Mitnahmeregeln etwa für Familienangehörige, abends oder am Wochenende sind nicht vorgesehen. Ausgenommen sind Kinder bis sechs Jahre, deren Mitnahme in der Regel auch sonst kostenfrei ist. Regionale Ausnahmen sind aber möglich. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg etwa erlaubt in seinem Tarifgebiet die Mitnahme eines Hundes. Bei der Mitnahme von Fahrrädern könnte es unübersichtlich werden. Hier können die jeweiligen regionalen Verkehrsverbünde nämlich selbst entscheiden, ob ein Zusatzticket nötig ist. Eine einheitliche Regelung ist nicht vorgesehen.

In welcher Form wird das Ticket angeboten?

Am 3. April 2023 soll der Vorverkauf beginnen. Das Ticket wird digital per Smartphone-App angeboten. Es soll zusätzlich eine Chipkarte geben und für eine Übergangszeit als Papierticket akzeptiert werden. Das Deutschlandticket ist personengebunden, also nicht übertragbar. Auf jeden Fall muss ein Abonnement abgeschlossen werden, das aber monatlich kündbar sein soll.

Was bietet die Deutschlandticket-App?

Die App „Dein Deutschlandticket“ wird nach Angaben des Entwicklers Mobilitiy Inside ebenfalls ab Anfang April in den App-Stores verfügbar sein und ermöglicht das Abschließen und Kündigen des Abos in wenigen Schritten. Außerdem bietet die App die Verknüpfung mit Angeboten wie E-Scooter- und Bike-Sharing und künftig den Kauf weiterer Fahrkarten etwa zur Fahrradmitnahme, für lokale Ticketangebote oder für den DB-Fernverkehr. Das Ticket wird auch in der DB-Navigator-App und als Chipkarte in den DB-Verkaufsstellen sowie bei einigen Verkehrsverbünden erhältlich sein.
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Wo kann man das 49-Euro-Ticket kaufen?

Das Deutschlandticket gibt es nur digital in einem monatlich kündbaren Abonnement. Es ist über die Apps oder Internetseiten der Verkehrsunternehmen, bei der Bahn und in Kundenzentren erhältlich. Die 49 Euro werden monatlich vom Konto abgebucht.

Welche Auswirkungen hat das Deutschlandticket auf das bestehende Tarifsystem?

Tarif- und Verbundgrenzen verlieren plötzlich an Bedeutung. Für viele, die bisher Nahverkehrstickets einzeln erwerben, dürfte ein Abo für 49 Euro attraktiv werden. Viele bestehende Ticket- und Abo-Angebote dürften hingegen nicht mehr konkurrenzfähig sein. Viele Verkehrsunternehmen und -verbünde weisen bereits darauf hin, dass Abo-Verträge mit Laufzeiten über den 1. Mai hinaus dann auf das 49-Euro-Ticket umgestellt werden können. Teils soll dies automatisch geschehen, teils müssen Fahrgäste dafür selbst aktiv werden.

Wie lange bleibt der Preis bei 49 Euro?

Die Programmlaufzeit ist noch offen. Die 49 Euro sind nur der Einführungspreis. Für die Jahre nach 2023 wollen Bund und Länder gemeinsam klären, wie die Finanzierung mit den vereinbarten Zuschüssen sowie den Ticketeinnahmen sichergestellt wird. Spätere Erhöhungen sind also möglich. Eine Absenkung auf die ursprünglich geplanten 29 Euro pro Ticket ist nicht wahrscheinlich.

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Carolin Will

Carolin Will

Autorin

Carolin war bei Spendit für die Bereiche Content und Social Media zuständig. Ihr Fokus lag dabei auf der Gewinnung junger Talente und dem Wandel der Arbeitswelt hin zu Arbeitnehmerwertschätzung.

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