Warengutschein für Arbeitnehmer

Warengutscheine sind ein beliebter Mitarbeiter-Benefit bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Um was es sich bei einem Warengutschein genau handelt, welche steuerlichen Vorteile es gibt, welche Freigrenzen eingehalten werden müssen und wo der Unterschied zu Essenszuschüssen liegt, haben wir zusammengefasst!

Warengutschein für Arbeitnehmer

Jedes Jahr aufs Neue werden Arbeitgeber damit konfrontiert: Gestiegene Abgaben und höhere Preise sorgen dafür, dass ihre Mitarbeiter ihre liebe Mühe damit haben, ihren Lebensstandard zu halten. Umso lauter werden die Anfragen nach Gehaltserhöhungen, um diesen Zustand auszugleichen. Doch selbst, wenn die Gehaltserhöhung gewährt wird, haben Arbeitnehmer denkbar wenig davon, denn unterm Strich landet gerade einmal die Hälfte der Gehaltssteigerung tatsächlich auf ihrem Konto. Der Rest geht für Steuern und Abgaben drauf.

Eine willkommene Alternative stellen Warengutscheine für Arbeitnehmer dar. Denn sie werden, sofern sie die richtigen Voraussetzungen erfüllen, als Sachbezug gewertet und stellen daher eine steuerfreie Arbeitgeberleistung dar, die  Arbeitgebern die Möglichkeit bietet ihren Mitarbeitern steuerfreie Mitarbeitergeschenke zu machen.

Warengutschein - Was ist das?

Benefits für Mitarbeiter: Bei Warengutscheine für Mitarbeiter handelt es sich meist um ein Gehaltsextra in Form von Gutscheinen, die Arbeitgeber ihren Mitarbeitern freiwillig zukommen lassen. Wenn Arbeitgeber ihren Mitarbeitern solche Warengutscheine schenken, können diese bestimmte Waren und Leistungen im Unternehmen oder bei Dritten beanspruchen. In der Regel handelt es sich hierbei zum Beispiel um Tankgutscheine, Gutscheine für Supermärkte oder klassische Geschenkgutscheine.

Warengutscheine für Mitarbeiter: Welche steuerlichen Vorteile bringt ein Warengutschein?

Damit diese Warengutscheine steuerrechtlich als Sachbezug gewertet werden können und der 44 Euro Sachbezugsfreigrenze unterliegen, müssen sie eine wichtige Grundvoraussetzung erfüllen: Sie dürfen nur zum Bezug einer Sache oder Dienstleistung berechtigen, nicht jedoch zur Barauszahlung. Zudem darf der Wert des Warengutscheines für Mitarbeiter keinesfalls über 44 Euro liegen, da ansonsten für den Arbeitgeber Steuern und Sozialabgaben anfallen.

Update zur 44 Euro Freigrenze:

Seit 01.01.2020 kann der Warengutschein an Mitarbeiter nicht mehr als Alternative zur Gehaltserhöhung genutzt werden. Gewährt der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern den Warengutschein nicht zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn, wird der Gutschein steuerrechtlich nicht mehr als Sachbezug gewertet.

Abgrenzung: Warengutscheine und Essenszuschüsse

Entscheiden sich Arbeitgeber für die Ausgabe von Warengutscheinen an ihre Mitarbeiter, sollten sie unbedingt den Unterschied zwischen Warengutscheinen und Essenszuschüssen kennen:

  1. Warengutscheine (wie zum Beispiel Tankgutschein oder Geschenkgutschein)

Warengutscheine unterliegen dem §8 Abs. 2 Satz 11 EStG und sind, sofern keine Barauszahlung möglich ist, in der Regel bis zur monatlichen Freigrenze von 44 Euro (528 Euro pro Jahr) steuerfrei. Sachbezüge, die diesen Höchstbetrag überschreiten, sind zur Gänze lohnsteuerpflichtig.

  1. Essensgutscheine, Restaurantschecks

Essenszuschüsse bzw. sogenannte Essensmarken, unterliegen den Lohnsteuerrichtlinien R 8.1 Abs. 7 Nr. 4 LStR und können bis zu einer Höhe von 6,50 Euro pro Tag und Mitarbeiter steuer- und sozialabgabenfrei rückerstattet werden. Welche Voraussetzungen die Essenszuschüsse hierfür erfüllen müssen, erfahren Sie in unserem Beitrag “Mit Restaurantschecks Steuern sparen”.

Arbeitgeber haben somit die Möglichkeit, nur eine der beiden Varianten zu nutzen oder ihren Mitarbeitern sowohl einen Warengutschein als auch Essensgutscheine steuerfrei zukommen zu lassen.

SpenditCard: Der einfache und moderne Weg für Warengutscheine

Die SPENDIT AG hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese steuerlichen Begünstigungen alltagstauglich, einfacher und moderner zu gestalten. Dafür ersetzt SPENDIT die herkömmlichen Gutscheine mit ihrer begrenzten Auswahl an Akzeptanzstellen durch eine individualisierte Kreditkarte, die sogenannte SpenditCard.

Mit der Mastercard® von SPENDIT werden alle Möglichkeiten zur Steuerbegünstigung durch Warengutscheine in einer Karte vereint, denn Mitarbeiter können damit sowohl an der Tankstelle als auch im Supermarkt oder bei der Bahn bezahlen. Da die Funktion Barabhebung auf der SpenditCard deaktiviert wurde, ist eine Barauszahlung nicht möglich.

SpenditCard Guthabenabfrage

Die Verwaltung der SpenditCard können Arbeitgeber ganz simpel und selbstständig über das SPENDIT Portal vornehmen. Hier können Arbeitgeber ohne großen Aufwand neue Karten aktivieren, neue Zuwendungen aufladen oder neue SpenditCards nachbestellen. Für die SpenditCard gibt es derzeit insgesamt vier unterschiedliche Module, die flexibel nach Bedarf hinzugebucht werden können.

Lunchit: Die digitale Alternative zum Essensgutschein

Neben der SpenditCard bietet die SPENDIT AG noch einen weiteren Mitarbeiter-Benefit. Mit Lunchit hat sie die herkömmlichen Papier-Essensgutscheine digitalisiert und bietet somit eine moderne Alternative zur Kantine oder Papier-Essensmarke. Wie genau Lunchit für Arbeitgeber und Mitarbeiter funktioniert und welche Vorteile die digitale Lösung hat, können Sie in unserem Artikel „Weniger Verwaltungsaufwand beim Essenszuschuss“ nachlesen.

Lunchit App - der Essenszuschuß in Form einer App
*Bitte beachten Sie, dass wir keine Steuer- oder Rechtsberatung erbringen dürfen und mit dieser Information keine Steuer- oder Rechtsberatung erbracht wird. Es handelt sich lediglich um allgemeine Informationen zu den von uns angebotenen Produkten, die auf den jeweiligen Sachverhalt Ihres Unternehmens im Einzelfall anzupassen und aus steuer- und rechtlicher Sicht zu würdigen sind. Bitte holen Sie eine auf Ihre Umstände zugeschnittene Beratung Ihres Steuer- bzw. Rechtsberaters ein, bevor Sie Entscheidungen, über die sich in Zusammenhang mit unseren Produkten ergebenden Themen, treffen. Es kann keine Haftung übernommen werden.
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