Vom Jobhopper zum Montagfreuer: intrinsische extrinsische Motivation

Vom Jobhopper zum Montagfreuer: intrinsische extrinsische Motivation

Zuckerbrot und Peitsche, Belohnung und Bestrafung. Beides kennen wir aus der Kindheit, beides begleitet uns aber auch im Job. Der ersehnte Bonus am Jahresende, die Prämie oder Beförderung: Attraktive Anreize motivieren uns zur Höchstleistung. Wer Montagmorgen gern im Bett bleiben würde, denkt an die drohende Abmahnung – und quält sich trotzdem raus. Angetrieben werden wir in beiden Fällen von der extrinsischen Motivation, also von äußeren Anreizen.

Motivation von außen ist gut und schön. Wir alle freuen uns über ein nagelneues Auto oder den Jahresurlaub am Sehnsuchtsort – auch dafür arbeiten wir. Wollen wir im Job aber auf Dauer zufrieden sein, brauchen wir noch etwas anderes. Eine innere Motivation.

Diese innere (intrinsische) Motivation kennen wir alle. Von Momenten, in denen wir genau das tun, was wir lieben: die Nacht durchtanzen, Marathon laufen bis zum Umfallen, mit Freunden kochen, ehrenamtlich die Fußballjungs trainieren. Wenn die intrinsische Motivation wirksam wird, ist der Weg das Ziel. Wir erleben unsere Aufgabe, was immer das gerade ist, als sinnvoll, erfüllend und beglückend.

Spaß schlägt Geld, oder: Gegenüberstellung intrinsische extrinsische Motivation

Natürlich können extrinsische, also materielle und finanzielle Anreize, motivieren. Aber die meisten von uns suchen im Job auch Herausforderung und Freude. Irgendwann kommen fast alle an den Punkt, sich zu fragen: Wo kann ich mich bei meiner Arbeit selbst einbringen, etwas Eigenes schaffen, mich weiterentwickeln? Hier die wichtigsten Punkte, die intrinsische Motivation im Beruf befeuern:

  • Abwechslung
  • Herausforderung
  • Kreativität und kreative Freiräume
  • Eigenverantwortung
  • Sinn
  • Bedeutsamkeit

Um die intrinsische Motivationsfaktoren zu kitzeln, brauchen wir Freiraum und Autonomie – zumindest bei komplexeren Aufgaben, die über Fließbandarbeit hinausgehen. Dann können wir unsere Arbeit frei gestalten, uns herausfordern lassen, an Aufgaben wachsen, Neues lernen, besser werden, uns kompetent fühlen.

Liebe Chefs: So sorgen Führungskräfte für Anreize & fördern die Motivation der Mitarbeiter

Chefs können einiges zur intrinsischen Motivation ihrer Mitarbeiter beitragen. Das fängt beim Geld an. Top Entlohnung führt zwar nicht automatisch zu top motivierten Mitarbeitern – im Umkehrschluss ist es aber so, dass als unfair wahrgenommene Bezahlung Angestellte zutiefst demotiviert. Faires Gehalt ist also die Grundlage.

Für eine extra Portion Motivation sorgen auch die SPENDIT Produkte. Mit der SpenditCard und der Lunchit App können Arbeitgeber Steuern sparen und Arbeitnehmer freuen sich über mehr Netto vom Brutto. Am besten gleichen Ersparnisse im besten Brutto Netto Rechner ausrechen.

Damit Angestellte selbständig arbeiten und wachsen können, müssen Führungskräfte Verantwortung und Kontrolle abgeben. Dann entsteht Raum für Entscheidungsfreiheit. Weiterbildungsmaßnahmen können dazu beitragen, neue Impulse zu setzen und Kompetenzen auszubauen. Und eine positive, faire Feedbackkultur schenkt Mitarbeitern das Gefühl, gesehen zu werden und einen wichtigen Platz im Unternehmen zu haben. Übrigens sind Chefs, die mit Herzblut erklären können, warum es sich lohnt, gerade in ihrem Unternehmen zu arbeiten, ungemein überzeugend. Wer selbst intrinsisch motiviert ist, motiviert auch andere.

Intrinsische Motivation

Dass das alles im Alltag nicht immer leicht umzusetzen ist, ist klar; aber es lohnt auch für die Chefetage. Intrinsisch motivierte Mitarbeiter sind nämlich erwiesenermaßen zufriedener mit ihrer Tätigkeit als extrinsisch motivierte; sie verfolgen ihre Ziele mit mehr Biss, freuen sich mehr, wenn sie sie erreicht haben, und verkraften auch einen Misserfolg leichter. Und: Sie kommen montags öfter mit einem Lächeln ins Büro!

Drei Fragen, um die eigene intrinsische Motivation zu ergründen

Doch was tun, wenn der Chef so gar kein Motivator ist? Wie werde ich vom Jobhopper, den seine Arbeit schnell langweilt, zum Montagfreuer? Selbst aktiv werden ist der Schlüssel. Neben Spaß und Freude an der Arbeit (auch interne Prozessmotivation genannt) sind es unsere Werte und Ideale, die uns bei der Arbeit antreiben (internes Selbstverständnis genannt).
Die folgenden drei Fragen zählen zu den zentralen Mitarbeiterzufriedenheit Faktoren:

  • Was treibt mich persönlich an?
  • Welche Werte (wie Freiheit, Sicherheit, Loyalität, Fleiß, Teamgeist, Hilfsbereitschaft, Harmonie …) sind mir wichtig?
  • Was mache ich gut und gerne?
Gutes Betriebsklima

In einem nächsten Schritt gilt es zu überlegen, wie sich die eigenen Werte und Ziele im Job verwirklichen lassen. Vielleicht durch Weiterbildung oder das Engagement im Betriebsrat? Vielleicht durch mehr Feedback vom Chef und den Kollegen? Oder, indem ich selbst zu einem besseren Betriebsklima beitrage? Offen auf andere zugehe, an Geburtstage denke, mal eine Flasche Sekt mitbringe und gemeinsam anstoße…

Die Belohnung: mehr Spaß im Job

Auch Kleinigkeiten, die sich eigentlich leicht ändern lassen, stehen Freude und Flow nicht selten im Weg: Wir kommen unausgeschlafen zur Arbeit, machen zu wenig Pausen, schieben Unangenehmes ewig vor uns her… Wer hier Lösungen findet, schafft eine solide Basis. Und letztlich ist unsere intrinsische und extrinsische Motivation auch eine Frage der Einstellung. Arbeite ich nur Aufgaben ab, oder mache ich meinen Job, weil ich das wirklich möchte? Weil ich mich jeden Morgen aufs Neue dafür entscheide, genau diesen Job zu machen? Wer dafür keine Gründe findet: Bitte zurück zu den drei Fragen zur intrinsischen Motivation.

Ist dieser Artikel ein neuer Stern auf Ihrem Wissenshimmel? Wir freuen uns über Ihre Bewertung!
5/510 ratings

Ihre Lesezeit ist noch nicht ausgeschöpft? Hier finden Sie noch mehr Inspiration: