Motivation und Produktivität steigern mit Käse: Lob und Pizza steigern die Produktivität

Motivation und Produktivität steigern mit Käse: Lob und Pizza steigern die Produktivität

Mehr als 70 Prozent der Menschen gehen arbeiten, weil sie mit ihrem Job Geld verdienen. Das macht Sinn, ist vernünftig und schlicht existenziell. Doch auch wenn das liebe Geld damit der wichtigste Grund ist, einen Beruf auszuüben – es entscheidet nicht darüber, wie motiviert jemand seiner Arbeit nachgeht. Nach einer repräsentativen Umfrage des Personaldienstleisters „Manpower-Group“ sind es eher die zwischenmenschlichen Dinge im Arbeitsalltag, die darüber entscheiden, ob ein Mitarbeiter hoch engagiert ans Werk geht oder nur seinen Dienst nach Vorschrift abreißt.

Der erste Gedanke ist oft der teuerste

Und genau das ist für die Unternehmen wichtig. Sie fragen sich: Wie werden wir mit gleicher Mitarbeiterzahl produktiver? Welche Faktoren lassen Motivation und Produktivität steigern? Wie schaffen wir es, in Zeiten des Fachkräftemangels wirklich engagiertes Personal zu rekrutieren und – vor allem – an uns zu binden?

Der erste Gedanke ist dabei oft der teuerste. Gehaltserhöhungen, Firmenwagen – all das kostet viel, bringt aber nicht auf Dauer den gewünschten Effekt. Denn es handelt sich dabei um Anreize, die zwar kurzfristig wirken, aber immer wieder neue Wünsche und Begehrlichkeiten wecken. Psychologen sprechen dabei von einer äußeren, extrinsischen Motivation.

Wie sieht nachhaltige Motivation aus?

Nachhaltiger und wirksamer ist dagegen die intrinsische Motivation eines Mitarbeiters, also die Motivation aus sich selbst heraus. In der Psychologie heißt es: Intrinsisch motivierte Menschen strengen sich im Durchschnitt mehr an und arbeiten länger an der Erreichung ihrer Ziele. Und das wirkt sich auf die Produktivität und Effektivität eines Unternehmens aus.

Freude an der Arbeit, Selbstverwirklichung, Selbstbewusstsein durch das Erreichen von Zielen – es sollte bei der nachhaltigen Mitarbeiter-Motivation also vor allem um Dinge gehen, die nicht mit Geld zu bezahlen sind. Den Führungskräften wird dabei allerdings Fingerspitzengefühl, Empathie und ehrliche Aufmerksamkeit jedem Mitarbeiter gegenüber abverlangt.

Team-Motivation: Lob und Pizza liegen weit vorne

Wie wichtig dabei Lob und Anerkennung sind, zeigt eine Forsa-Umfrage. Für 54 Prozent sind nette Worte vom Chef sogar wichtiger als ein Lob oder Dankeschön vom eigenen Partner (47 Prozent). Zu einem ähnlichen Ergebnis kam der Verhaltenspsychologe Dan Ariely („Payoff: The Hidden Logic That Shapes Our Motivations“): In einem Experiment wurden drei Mitarbeiter-Gruppen verschiedene Anreize in Aussicht gestellt. Es gab entweder 30 Extra-Dollar, ein Lob vom Chef oder eine Gratis-Pizza. Danach wurde die Produktivitätssteigerung der jeweiligen Teams gemessen. Das Ergebnis: Die Pizza-Gruppe hatte am effektivsten gearbeitet, dicht gefolgt von der Lob-Gruppe. Das Extra-Geld-Team landete auf dem letzten Platz. Doch was heißt das für Unternehmen? Welche Motivationsmaßnahmen wirken wirklich? Ist Pizza nun die große Lösung?

Motivation und Produktivität steigern – Die Top Ten der wichtigsten Motivationsfaktoren

Die Umfrageplattform qualtrics ermittelte die wichtigsten Motivationsfaktoren. Auffällig dabei:  Vertrauen ist auf vielen Ebenen wichtig. Und: Die Rolle der Führungskraft, die Art und Weise, wie sie mit den Mitarbeitern umgeht und Konflikte löst, ist entscheidend.

Die Top Ten der Motivationsfaktoren:

  1. Anerkennung durch den Vorgesetzten
  2. Vertrauen in das eigene Team
  3. Vertrauen in die oberste Führungsriege
  4. Vertrauen der Führungskraft in die Mitarbeiter
  5. Fähigkeit der Führungskraft, Probleme zu lösen
  6. Eine gesunde Work-Life-Balance
  7. Das Wissen um den eigenen Beitrag zu den Unternehmenszielen
  8. Emotionale Ausgeglichenheit
  9. Die faire Entlohnung
  10. Die Identifikation mit der Arbeitsstelle

Belohnungen und Benefits müssen passen

Wichtig bei allen Motivationsmaßnahmen ist also, das Gesamtspiel aus vielen Dingen, die aber alle das widerspiegeln, das sich jeder Mitarbeiter am meisten wünscht: Wirkliche Wertschätzung!

Und diese drückt sich in verschiedensten Handlungen aus. Mal ist es ein kurzes Lob, mal eine Pizza als Belohnung, kleine persönliche Mitarbeiter-Benefits, Feedback-Gespräche, das Gratis Mitarbeiter Essen bzw. ein Essenszuschuss vom Arbeitgeber, die flexiblen Arbeitszeiten, das gemeinsame Lachen und das Verzeihen von Fehlern. Denn jeder Mensch möchte wahrgenommen und akzeptiert werden. Auch mit seinen Schwächen. Benefits und Belohnungen müssen passen – zur Situation, zum Mitarbeiter und zur Leistung.

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