Mitarbeiter binden mit steuerfreien Sachbezügen

Mitarbeiter binden mit steuerfreien Sachbezügen

Mitarbeiterbindung, das ist in Zeiten von Fachkräftemangel und harter Konkurrenz im In- wie Ausland das A und O. Wie clever sich dabei steuerfreie Sachbezüge einsetzen lassen, weiß Uta Sagadin, Leiterin HR Management der Lufthansa CityLine.

Uta Sagadin, HR-Leiterin Lufthansa CityLine

Frau Sagadin, das Unternehmen Lufthansa kennt in Deutschland jedes Kind. Was genau ist die Lufthansa CityLine?

 

Die Lufthansa CityLine ist ein Tochterunternehmen der Lufthansa. Als eigenständige Airline innerhalb der Lufthansa Group bieten wir Flüge innerhalb Deutschlands und Europas zu den großen Drehkreuzen München und Frankfurt an. Damit binden wir eine Vielzahl von europäischen Regionen an das weltweite Lufthansa Streckennetz an. Zusätzlich bedienen wir für Lufthansa auch einige Langstreckenziele. Jeder neunte Passagier der Lufthansa fliegt in einem Flugzeug von Lufthansa CityLine.

Stichwort Fachkräftemangel: Ist der auch bei der Lufthansa CityLine spürbar?

 

Nicht direkt. Lufthansa CityLine ist vor fünf Jahren von Köln nach München umgezogen. In Köln war es relativ leicht, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. In München dagegen ist die Konkurrenz um Talente größer, da sich hier viele große und renommierte Unternehmen befinden. Unser Unternehmenssitz befindet sich am Münchner Flughafen und damit etwas außerhalb des engeren Münchner Einzugsgebietes. Daher freuen wir uns über Möglichkeiten, uns bisher unerschlossenen Bewerbergruppen zu präsentieren.

Mit welchen weiteren Herausforderungen sind Sie im Bereich Personalwesen konfrontiert?

 

Eine große aktuelle Herausforderung ist die Digitalisierung. Die Kommunikation mit Mitarbeitern und Bewerbern befindet sich in einem Wandel, wobei wir hier schon relativ weit gekommen sind und wichtige Maßnahmen umgesetzt haben. Unsere Mitarbeitenden können heute schon viele Themen über unser Self-Service-System abwickeln, beispielsweise Anfragen zu Gehalt, Urlaub, Teilzeit oder Vorschüssen. Auch das Karriereportal Be-Lufthansa läuft rein digital; so lassen sich alle Daten direkt und sicher zusammenführen und wir können weitgehend auf Papier verzichten. Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind für die Lufthansa City Line seit Jahren relevante Themen. Wir sind als erste Airline der Welt bereits seit 20 Jahren EMAS- zertifiziert.

Mit welchen Maßnahmen findet und bindet die Lufthansa CityLine neue Mitarbeiter?

 

Gerade jüngere Mitarbeiter versuchen wir über die sozialen Medien anzusprechen, also über LinkedIn oder Instagram, wo wir regelmäßig Stories posten. Unsere Stellengesuche veröffentlichen wir auf unserem eigenen Karriereportal, aber auch bei den großen Anbietern wie Stepstone oder Monster. Eine junge, moderne Ansprache, gerade im Wording, ist uns dabei sehr wichtig. In Printmedien sind wir kaum noch vertreten.

Wie positioniert sich die Lufthansa CityLine als attraktiver Arbeitgeber?

 

Wir setzen auf ein attraktives Paket, aber auch auf die charmante Zwittersituation unseres Unternehmens: Wir als Lufthansa CityLine sind ein Mittelständler mit kurzen Wegen und einem entspannten Betriebsklima – man kennt und schätzt sich. Gleichzeitig bieten wir die Sicherheit, in einen großen Konzern eingebunden zu sein. Das Produkt „Fliegen“ ist natürlich schön, und die Marke Lufthansa sehr bekannt und positiv besetzt. Und wir bieten unseren Mitarbeitern Corporate Benefits und natürlich vergünstigtes Fliegen.

Was sind mögliche Konsequenzen, wenn man es als Firma nicht schafft, Mitarbeiter langfristig zu binden?

 

Wenn Mitarbeiter das Unternehmen schnell wieder verlassen, geht natürlich das Know-how verloren. Recruiting und die Einarbeitung neuer Mitarbeiter kosten Zeit und Geld. Es kann bis zu einem halben Jahr dauern, bis neue Kollegen auf ihrer Position wirklich angekommen sind. Wer im Hub Operation Center – unserer operativen Leitzentrale – arbeitet, braucht monatelange Schulungen und Hospitanzen, bis er wirklich fit ist.

Können auch steuerfreie Sachbezüge bei der Mitarbeiterbindung helfen? Wenn ja, wie?

Ein Teil der Mitarbeiterbindung funktioniert ganz sicher über steuerfreie Sachbezüge. Sie sind Goodies, die eine starke Symbolkraft haben. Eine gebrandete Karte wie die SpenditCard hat einfach nicht jeder. Jedes Mal, wenn einer unserer Mitarbeitenden die Karte zur Hand nimmt, sieht er das Lufthansa CityLine Logo. Wenn er oder sie dann tankt, Lebensmittel bezahlt oder etwas Schönes einkauft wie Schuhe oder eine Handtasche, zaubert das vielleicht ein Lächeln aufs Gesicht. Diese Karte ist einfach etwas anderes als eine monatliche Gehaltszahlung.

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Welche Form der steuerfreien Sachbezüge kommt bei Mitarbeitern Ihrer Erfahrung nach besonders gut an?

 

Sach-Incentives kommen unserer Erfahrung nach super an. Die SpenditCard hatten wir anfangs für ein Jahr als Vergütungsbestandteil eingesetzt. Verhandlungen über eine weitere Nutzung der Karte in diese Richtung laufen mit den Tarifpartnern. Außerdem gewähren wir Sach-Incentives über die SpenditCard. Die Kollegen können die Karte dann individuell einsetzen, sie können im Alltag einkaufen und tanken oder die Karte als Kreditkartenersatz im Urlaub einsetzen.

Dank Pauschalversteuerung und SpenditCard profitieren beide Seiten: Die Mitarbeiter bekommen mehr Geld, das Unternehmen muss weniger Steuern abführen.

Welche Vorteile haben steuerfreie Sachbezüge ganz allgemein für ein Unternehmen?

 

Zum einen wird die Bindung der Angestellten ans Unternehmen gestärkt, da steuerfreie Sachbezüge ja wie eine besondere Aufmerksamkeit oder Belohnung wirken. Zum anderen bieten sie natürlich Kostenvorteile, da sie ja, wie der Name schon sagt, steuerfrei oder zumindest steuerbegünstigt sind.

Herzlichen Dank an Frau Sagadin für das spannende Gespräch!

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