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Essenszuschuss gegen Inflation 

by | Nov 30, 2022 | Essenszuschuss

Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes sind Nahrungsmittel deutlich teurer geworden. Diese Entwicklung betrifft alle Lebensmittelgruppen – und damit alle Arbeitnehmer:innen. Wie Arbeitgebenden ihre Mitarbeiter gegen die Preissteigerungen bei Lebensmitteln unterstützen können, lesen Sie hier. 

Wie sehr sind Lebensmittelpreise gestiegen?

In den vergangenen 20 Jahren stiegen die Lebensmittelpreise weniger als andere Lebenshaltungskosten. Beispielsweise lag die Teuerung durchschnittlich zwischen 2000 und 2019 knapp unter 1,5 Prozent. Von Oktober 2021 zu Oktober 2022 stiegen die Preise dann um 20,3 Prozent. 

Eine Packung Butter kostet im Herbst 2022 mit etwa drei Euro doppelt so viel wie im Vorjahr, ein halbes Kilogramm Bratwurst über fünf Euro, ein Laib Brot knapp vier Euro. Genaue Voraussagen sind schwer, aber die Lebensmittelpreise werden weiter steigen, vermutet die Verbraucherzentrale.  

Was verursacht die Preissteigerungen?

Viele Faktoren verändern die Situation in der Landwirtschaft und der Lebensmittelwirtschaft. Die Kosten für Energie, Düngemittel und Futtermittel sind stark gestiegen, der Arbeitskräftemangel verteuert die Personalkosten. Bereits im Juli 2021 setzte der erste Preisschub bei Lebensmitteln ein, der sich im Jahr 2022 monatlich fortsetzt. 

Wie stark die Energie- und Nahrungsmittelpreise die Gesamtteuerungsrate beeinflussen, zeigt die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln: Mit +5,0 Prozent ist sie weniger als halb so hoch wie die Gesamtinflationsrate. Diese lag im Oktober 2022 bei +10,4 Prozent. Die reine Nahrungsmittel-Inflationsrate war mit +20,3 Prozent fast doppelt so hoch wie die gesamte Inflation. 

Wie stark die Energie- und Nahrungsmittelpreise die Gesamtteuerungsrate beeinflussen, zeigt die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln: Mit +5,0 Prozent ist sie weniger als halb so hoch wie die Gesamtinflationsrate. Diese lag im Oktober 2022 bei +10,4 Prozent.   Die Teuerung bei Nahrungsmitteln seit April 2022 liegt höher als die allgemeine Inflationsrate.

Nicht alle Preissteigerungen sind basieren auf höheren Herstellungskosten. Auch die Spekulation mit Nahrungsmitteln wie etwa Weizen, Butter und Pflanzenöl verursacht Teuerungen. Jedoch lässt sich auch vermuten, dass unlauterer Wettbewerb die höheren Preise noch weiter anfachte. So veranlasste die Verbraucherzentrale NRW eine Beschwere über die Lebensmittelpreise gegen den Lebensmitteleinzelhandel.

Wie wichtig ist Unterstützung für Arbeitnehmer gegen die Inflation?

Mit durchschnittlich 12 Prozent machten die Lebensmittelkosten bei Verbraucher:innen bisher einen verhältnismäßig geringen Anteil im Haushaltsbudget aus. 

Speziell für Menschen mit geringerem Einkommen werden die Preissteigerungen aber zu einem Problem. Der Hartz-IV-Satz für Lebensmittel liegt pro Tag bei etwa 5,20 Euro. Das ist zu wenig für eine gesunde Ernährung. Mit dem neuen Bürgergeld werden zwar die Regelbedarfe um 53 Euro erhöht, doch damit wird die Ernährungsfrage für Leistungsbeziehende nicht leichter. Die Erhöhung sieht monatlich 174,18 Euro oder täglich 5,81 Euro für Lebensmittel und Getränke, also nach wie vor weniger als der übliche Bedarf von ungefähr 7 Euro pro Tag. 

Da die Lebensmittelpreise seit dem Sommer 2021 ansteigen und Handel und Ernährungsindustrie weitere Preissteigerungen angekündigt haben, sollte die Politik aus Sicht der Verbraucherzentralen dringend handeln. Immerhin 16 Prozent der Menschen in Deutschland gelten laut Paritätischem Wohlfahrtsverband als arm. Die Verbraucherzentralen fordern deshalb 

  • eine deutliche Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze, angepasst an lokale Gegebenheiten, so dass trotz hoher Lebensmittelpreisen eine gesunde Ernährung möglich ist, 
  • Sonderzahlungen für Menschen mit niedrigem Einkommen, niedriger Rente und Bezieher:innen von Grundsicherung, 
  • eine Beitragsreduzierung für die Gemeinschaftsverpflegung in Ausbildungseinrichtungen sowie für Geringverdiener in Unternehmen, öffentlichem Dienst und sozialen Einrichtungen, 
  • Null-Mehrwertsteuer bei Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten, 
  • eine Unterstützung der Einrichtungen, die Mahlzeiten für Obdachlose anbieten. 

Folgen der Inflation für Mitarbeitende abmildern mit steuerfreien Essenszuschuss 

Fast zynisch mutet es an, wenn wohlhabende Politiker Spartipps an die Bevölkerung ausgeben: Kilopreise beachten, mehr pflanzliche Produkte essen, regional einkaufen, eine einkaufsliste nutzen, selbst kochen statt Essen gehen oder gar selbst Lebensmittel anbauen. Das sind Vorschläge, mit denen Bürger die Preisanstiege auffangen sollen, während die Politik diskutiert, welche Entlastungspakete sie auf den Weg bringen möchte. 

Viele Unternehmen wollen schneller handeln, um ihren Mitarbeitenden gegen die steigenden Lebensmittelpreise zu helfen. Das funktioniert beispielsweise mithilfe des steuerfreien Essenszuschusses. Dabei haben Unternehmen ebenfalls Vorteile, denn anders als bei einer Gehaltserhöhung, ist der Essenszuschuss von Steuer- und Sozialversicherungsabgaben befreit. Zudem ergeben sich weitere Vorteile für Unternehmen und Belegschaft. 

Lunchit-Double mit Foto vom Beleg
  • Mit einem Zuschuss zur Mittagpause wird eine regelmäßige Arbeitspause eher eingehalten, vor Ort sowie im Homeoffice. 
  • Gesundheit, Ausgeglichenheit und nicht zuletzt auch Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter:innen wird gefördert. 
  • Eine gemeinsame Mittagspause im Team steigert den Teamzusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl. 
Carolin Will

Carolin Will

Autorin

Carolin ist bei der SPENDIT AG für die Bereiche Content und Social Media zuständig. Während ihres Germanistikstudiums an der Ludwig-Maximilians-Universität in München hat sie in verschiedenen Unternehmen getextet. Daher weiß sie: Gerade junge Talente legen bei der Wahl eines Arbeitgebers Wert auf Mitarbeiter Benefits. 

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