Ständiger Termindruck, ein schlechtes Betriebsklima, emotionaler Stress – immer mehr Deutsche leiden unter der ständigen Belastung am Arbeitsplatz. Neun von zehn Mitarbeitern fühlen sich in ihrem Job gestresst. Vor allem junge Arbeitnehmer im Alter von 18 – 39 Jahren leiden ganz besonders darunter. Dies sind Ergebnisse der pronova BKK Studie „Betriebliches Gesundheitsmanagement 2016″.

Stress ist zu einem der größten Gesundheitsrisiken in der modernen Arbeitswelt geworden. Wegen des hohen Drucks am Arbeitsplatz gehen viele Beschäftigte fahrlässig mit ihrer Gesundheit um. Einen Arbeitsplatz ohne Stress gibt es natürlich nicht, dennoch sollte man zumindest versuchen etwas Ruhe in den Arbeitsalltag zu bekommen. Mit diesen Tipps kommen Sie stressfreier durch den Arbeitstag:

1. Realistische Ziele setzen

Stress entsteht häufig durch das Gefühl, dass die vielen Aufgaben einem über den Kopf wachsen. Man verliert den Überblick und verzettelt sich. Legen Sie sich einen Plan zurecht und priorisieren Sie. So vermeiden Sie Zeit für unnötige Dinge zu verschwenden und können sich auf die wichtigen Ziele fokussieren. Wenn Sie etwas Unangenehmes zu tun haben, erledigen Sie es am besten sofort, damit die mentale Belastung weg ist und Sie wieder einen freien Kopf haben.

2. Nein sagen

Viele Mitarbeiter halsen sich zu viel Arbeit auf, um Kollegen zu entlasten, obwohl sie selber in Arbeit versinken. Natürlich will man helfen, doch wo ist die Grenze und wie macht man diese deutlich? Auch wenn es Ihnen schwer fällt Bitten von Kollegen oder vom Chef abzuschlagen, haben Sie den Mut auch mal „Nein“ zu sagen, wenn es Ihnen zu viel wird.

3. Nehmen Sie sich Auszeiten

Machen Sie regelmäßige Pausen. Diplom-Psychologe Karl Kubowitsch aus Regensburg empfiehlt, mittags eine Pause von einer halben Stunde zu machen, vor- und nachmittags eine Auszeit von fünfzehn Minuten und dazu eine Kurzentspannung von fünf Minuten nach jeder vollen Stunde. Das klingt zunächst nach vielen Unterbrechungen, aber Studien haben gezeigt, dass Mitarbeiter, die sich an diese Zeiten halten, genauso produktiv sind wie Kollegen, die nur eine halbstündige Mittagspause machen.

4. Spaß haben

Die Mittagspause ist dafür da, um das Stresslevel zu senken. Die Probleme vom Vormittag sind in der Auszeit tabu, stattdessen sollte jeder einer Beschäftigung nachgehen, die einem gut tut. Wer stundenlang am Schreibtisch hockt sollte frische Luft schnappen, wer körperlich aktiv ist, sollte die Füße hochlegen und entspannen. Eine Studie aus Texas beweist: wer in der Pause etwas unternimmt, was ihm Spaß macht – sei es nur für ein paar Minuten – kehrt fokussierter und konzentrierter an den Arbeitsplatz zurück.

5. Hilfe annehmen

Sie bewältigen Ihre Aufgabenberge alleine, haben aber das Gefühl es wird nicht weniger? Das kommt schon mal vor. Überwinden Sie Ihren Stolz und bitten Sie Ihre Kollegen um Unterstützung. Das reduziert den Stress erheblich und gibt Ihnen Zeit zum Luftholen.

6. Ablenkung vermeiden

Ihr Smartphone vibriert bei jeder privaten E-Mail, der Facebook Messenger ploppt alle paar Minuten auf und über whatsapp kommen ständig Fotos rein? Studien haben gezeigt, dass man im Durchschnitt acht Minuten benötigt, um nach einer Unterbrechung wieder konzentriert weiterarbeiten zu können. Schalten Sie daher das Smartphone aus bzw. legen Sie es außer Reichweite.

7. Nehmen Sie sich Zeit zum Essen

Planen Sie regelmäßige Mahlzeiten ein anstatt irgendwann im Laufe des Tages vom Heißhunger überfallen zu werden. Greifen Sie zu Salat und Obst und nehmen Sie sich genügend Zeit, um langsam zu essen und Ihre Mahlzeit zu genießen. Essen Sie nicht zu viel, denn ein übervoller Magen hemmt die Leistungsfähigkeit und Kreativität erheblich. Vergessen Sie nicht zwischendurch viel Wasser zu trinken.

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